Mein zweites Jahr als Unternehmerin.
Ein persönlicher Rückblick.
Mein zweites Jahr als Unternehmerin war kein Jahr der großen Sprünge.
Es war ein Jahr der Erkenntnisse. Der inneren Arbeit. Und der leisen, aber entscheidenden Veränderungen.
Anfang des Jahres habe ich gemerkt, wie viel es wirklich ist. Nicht nur an Aufgaben, sondern an Gewicht. Ich habe viel gearbeitet. Sehr viel. Teilweise bis zu 70 Stunden in der Woche. Und trotzdem war da dieses Gefühl: Es ist zu viel Arbeit für das, was am Ende bleibt.
Mehr tun, mehr geben, weitermachen – und dennoch nicht ankommen.
Das geht an die Substanz. Körperlich. Und vor allem im Kopf.
Als ich gemerkt habe, dass Fleiß allein nicht reicht
Irgendwann war klar: So geht es nicht weiter.
Ich habe mir Hilfe geholt und ein Coaching begonnen. Nicht, weil ich aufgegeben hätte. Sondern weil ich weitergehen wollte. Mit mehr Klarheit, mit mehr Struktur und mit einem Blick, der nicht nur fleißig ist, sondern unternehmerisch.
Ich dachte vorher, ich hätte Struktur. In Wahrheit war ich einfach sehr fleißig.
Das Coaching mit Caro hat mir gezeigt, wo ich mich selbst übergangen habe. Wo ich gearbeitet habe, ohne mich mitzudenken. Und wo ich meine Zeit verschenkt habe, statt sie bewusst einzusetzen.
Mit dieser Klarheit kam langsam Ruhe.
Nicht, weil plötzlich alles leicht wurde. Sondern weil ich angefangen habe, meine Arbeit anders zu betrachten. Als Prozess. Als Verantwortung. Auch mir selbst gegenüber.
Sicherheit ist nichts, was von außen kommt
Ein großes Thema in diesem Jahr war Sicherheit.
Vor allem in den Momenten, in denen es still wurde. Wenn das Telefon nicht klingelte. Wenn zwei ruhige Wochen gereicht haben, um innerlich unruhig zu werden.
Im Laufe des Jahres hat sich etwas verschoben.
Ich habe verstanden, dass Sicherheit nicht von außen kommt. Sie entsteht in mir. In meinem Vertrauen in meine Fähigkeiten. In meinem Wissen darum, was ich kann und wie ich arbeite.
Ich bin gut in dem, was ich tue. Sehr gut sogar.
Und ich darf mir das selbst glauben. Es gibt Höhen und Tiefen. Und beides gehört dazu. Wenn ich mir selbst vertraue, verliere ich dabei nicht den Boden unter den Füßen.
Meine Zeit hat einen Wert
Sehr klar wurde mir auch: Meine Zeit hat einen Wert.
Beratung, Planung, Angebotserstellung – das ist Arbeit. Erfahrung. Verantwortung. Und wenn ich diese Zeit nicht wertschätze, kann es niemand anderes tun.
Aus dieser Erkenntnis ist mein Beratungs- und Planungspaket entstanden. Nicht aus Härte. Sondern aus Respekt. Vor meiner Arbeit und vor mir selbst.
Was in diesem Jahr gewachsen ist
In diesem Jahr hat sich auch mein Tätigkeitsfeld weiter geöffnet.
Ich habe begonnen, mich intensiv mit Teppichen zu beschäftigen. Mit Materialien, Strukturen, Größen und Wirkungen im Raum. Das war kein kleiner Schritt, sondern ein großer Teil meiner Arbeit. Ein Thema, in das ich viel Zeit und Sorgfalt investiert habe.
Auch Gartenmöbel und Sonnenschirme sind Teil meiner Arbeit geworden. Nicht, weil es ein Trend ist. Sondern weil es sich für mich stimmig anfühlt. Vielleicht auch, weil ich direkt neben der Gärtnerei meiner Schwiegereltern arbeite und sehe, wie sehr sich Innen und Außen ergänzen können. Weil es Freude macht, diese Dinge mitzudenken. Und weil ich diese Produkte wirklich gern habe.
Auch mein Blick mit Geld ist anderer geworden.
Ich war auch im letzten Jahr schon vorausschauend. Aber heute gerate ich nicht mehr so schnell in Panik, wenn ein Monat nicht so läuft, wie ich es mir wünsche.
Ich sehe klarer, dass meine Arbeit saisonal ist. Dass es Zeiten gibt, in denen weniger passiert – zum Beispiel im August, wenn hier Ferien sind. Und andere Phasen, in denen es dichter wird. Vor Weihnachten zum Beispiel. Dann wird es oft voller, manchmal auch stressiger.
Das einzuordnen, nimmt Druck. Ich weiß heute besser, was dazugehört. Und ich weiß, dass ein ruhiger Monat nichts über meinen Wert oder meine Arbeit sagt.
Ich blicke mit Dankbarkeit auf dieses zweite Jahr zurück.
Auf das, was ich gelernt habe. Auf das Durchhalten. Und darauf, dass ich mir Unterstützung geholt habe, als es nötig war.
Ein persönlicher Moment, der alles verändert hat
Und dann gab es in diesem Jahr einen Moment, der alles andere überstrahlt hat.
Ich habe im Sommer geheiratet.
Ein Tag voller Nähe, Freude und Dankbarkeit.
Mit der Heirat hat sich auch mein Name geändert. Und weil ich Einzelunternehmerin bin, wirkt sich das natürlich auch auf mein Business aus. Mein Leben und meine Arbeit lassen sich nicht sauber trennen. Und das müssen sie auch nicht.
Ich blicke mit Dankbarkeit auf dieses zweite Jahr zurück.
Darauf, was ich gelernt habe. Darauf, dass ich drangeblieben bin. Darauf, dass ich mir Hilfe geholt habe, als es notwendig war.
Ich bin nicht härter geworden.
Aber klarer. Ruhiger. Bewusster.
Und genau so möchte ich weiterarbeiten.
Mit Sorgfalt – Mit Zeit – Mit Freude an Materialien und Räumen.
Und mit dem Anspruch, Menschen auf ihrem Weg zu einem Zuhause zu begleiten, das sich wirklich nach ihnen anfühlt.
Wenn Sie diesen Weg begleiten möchten, freue ich mich, von Ihnen zu hören.





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